Rasenpflege im Herbst

 

Um gut über den Winter zu kommen, braucht der Rasen auch im Herbst eine ausgiebige Pflegekur. Wichtig ist, dass er vor dem Frost und ersten Schnee noch einmal gut nachwächst. Daher ist die erste Pflegemaßnahme eine Mahd, um das Wachstum nochmals anzukurbeln. Aber auch das Entfernen von Rasenfilz, die Ausbringung von Herbstdünger, das Nachsäen bei kahlen Stellen und das Beseitigen von Blättern gehören zum Programm für die Rasenpflege im Herbst.

 

Den Rasen beim letzten Schnitt nicht zu kurz zurückschneiden

Bevor die Bodentemperatur auf unter 9 °C absinkt, muss der Rasen nochmals gemäht werden. Ab dieser Temperatur wächst der Rasen nicht mehr, weshalb er auch nicht zu kurz geschnitten werden sollte. Ansonsten kann Frost zu leicht in den Boden eindringen und das Wurzelsystem der Gräser schädigen. Zugleich dürfen die Gräser aber auch nicht zu lang bleiben, da sie sonst bei Frost abbrechen und darunter befindliche Pflanzen in Mitleidenschaft ziehen.

Für den letzten Schnitt sind folgende Schnitthöhen zu empfehlen:

 

  Empfohlene Schnitthöhe
Gebrauchsrasen 3 bis 4 cm
Schattenrasen 4 bis 5 cm
Zierrasen 1,5 bis 2,5 cm
Kräuterrasen 6 bis 10 cm
Blumenwiese

 

Vertikutieren ist keine typische Herbstarbeit

Schon im Frühjahr empfiehlt es sich, den Rasen vom sogenannten Rasenfilz mit Hilfe eines Vertikutierers zu befreien. Allerdings muss keinesfalls einmal oder gar mehrmals im Jahr vertikutiert werden. Ob Bedarf besteht, lässt sich vielmehr durch ein paar Spatenstiche ermitteln: Erst wenn sich nämlich anhand einer ausgestochenen Rasensode zeigt, dass die Filzschicht stärker als 5 mm ist, sollten Sie zum Vertikutierer greifen.

Da beim Vertikutieren die Rasennarbe leicht angeritzt wird, ist Vorsicht geboten beim Einstellen der Messer. Greifen diese zu tief in den Boden ein, können auch die Wurzeln der Gräser Schaden nehmen. Der herausgearbeitete Rasenfilz sollte außerdem nicht auf der Fläche verbleiben.

 

Düngen

Während stickstoffbetonter Dünger im Frühjahr angebracht ist, sollten Sie im Herbst auf einen kaliumbetonten Dünger zurückgreifen. Er macht die Pflanzenzellen fester und lässt die Gräser so robuster gegen Kälte und Frost werden. Wer also noch Restbestände vom Frühjahrsdünger hat, sollte diesen lieber bis zum nächsten Frühjahr aufheben. Dann werden Stickstoff und Phosphor wieder gebraucht, um das Wachstum der Gräser zu stimulieren, nicht aber im Herbst.